Färbegut – welche Materialen können gefärbt werden?

Sowohl pflanzliche als auch tierische Fasern können in den Färbetopf. Ob als Garn oder als Textilgewebe spielt dabei keine Rolle. Aber auch Holz, Papier oder Eier lassen sich hervorragend färben.

Mit Schurwolle habe ich die besten Erfahrungen gesammelt. Zum größten Teil färbe ich Wollgarne, die ich danach verstricke.
Aber auch meinen Filzarbeiten konnte ich mit Pflanzen sehr schöne Farben verleihen. Da die Filzfähigkeit der Wolle durch das Färben eingeschränkt wird, färbe ich das fertige Werkstück. Anfangs habe ich rohe Filzwolle gebeizt und gefärbt. Doch bei dieser Vorgehensweise musste ich feststellen, dass die Wolle zwar schön aussah, aber ganz schlecht gefilzt hat. Daher habe ich mir eine andere Vorgehensweise erarbeitet. Ich filze das Objekt aus roher, unbehandelter Wolle. Danach lege ich es über Nacht in Alaun-Beize, um es am nächsten Tag zu färben.

Seide nimmt die Farben sehr gut an. Aus den eingefärbten Seidengarnen webt mein Mann Brettchenborten, die unsere Gewänder zieren. Feine Seidentücher lassen sich leicht färben und auf vielfältige Weise verwenden.

Damit Baumwolle, Leinen und Hanf die Farben gut aufnehmen, muss das Färbegut gut vorbehandelt werden. Mir ist es bislang nicht gelungen ebenso intensive Farben auf pflanzliche Fasern zu erzielen, wie bei tierischen Fasern. Doch auch sanfte Farben sind sehr reizvoll.