Färbegut mit Naturseife auswaschen

Nachdem die Wolle bzw. der Stoff dem Färbebad entnommen wurde, muss sie gründlich ausgewaschen werden. Ich verwende dafür ein handwarmes Bad mit Wollwaschmittel oder etwas aufgelöste Naturseife. Sehr gutes Erfahrungen habe ich mit dieser Seife gemacht, die ich selbst siede: Vanille-Honig-Schafmilchseife

Der hohe Lanolingehalt macht vor allem Wolle flauschig und glättet die Oberfläche.

Danach wird die Wolle bzw. der Stoff mit klarem Wasser gut ausgewaschen.

Falls der Farbton noch etwas intensiver und dunkler werden soll, empfiehlt sich ein abschließendes Bad in Eisen- oder Kupferacetat. Hierfür gebe ich etwa 50 g Eisen-oder Kupferacetat auf gut 5 Liter Wasser. Dann weiche ich die Textilien im Bad ein, bis sich die gewünschte Färbung einstellt. Danach spüle ich die Wolle nochmals gründlich, bevor ich sie zum Trocknen aufhänge.

Nachbehandlung mit Lavendelessig

Oft wird Essig als Nachbehandlung der Wolle empfohlen, damit die Farbe fixiert wird. Ich habe mehrere vergleichende Versuche vorgenommen und konnte keinen Unterschied zwischen mit Essig nachbehandeltem Färbegut oder unbehandeltem feststellen. Doch Essig neutralisiert verbliebene Seifenreste im Textilmaterial und glättet die Fasern. Ich stelle immer eine „Spülung“ aus Apfelessig und Lavendel für das letzte Spülbad her. Dann duftet die Wolle zudem gut nach Lavendel und ist gut gegen Motten geschützt.

Rezept Lavendelessig
  • Zutaten
  • 2 Liter destilliertes Wasser oder Regenwasser
  • ½ Litermaß frische oder getrocknete Lavendelblüten
  • 5 Esslöffel naturtrüben Apfelessig
  • Zubereitung
  • Lavendelblüten in eine Schüssel geben.
  • Wasser aufkochen und damit die Blüten übergießen.
  • Sorgfältig umrühren und ziehen lassen, bis der Sud erkaltet ist.
  • Die Flüssigkeit durchsieben, damit keine Pflanzenreste in der Spülung sind.
  • Dann den Apfelessig einrühren. In Flaschen abfüllen und gut verschließen.